Institut für Energietechnik (IET)
HSR

eLearning @ EEU:

Lernvideos für Module der Energie- und Umwelttechnik

YouTube ist mehr als eine Sammlung von Katzenvideos. Immer öfter konsultieren Studierende die Plattform, wenn sie Fragen zum Lernstoff haben. Diesen Trend nahm man am IET auf und produziert seit 2014 Lernvideos für Module des Studienganges Erneuerbare Energien und Umwelttechnik. Inzwischen steht eine beachtliche Zahl an Videos online – und diese sind nicht nur für Studierende interessant!

eLearning: Neue Wege des Lernens?

Lernen mit Spass, wann und wo man will! Das grösste Argument für eLearning verdeutlicht den entscheidenden Vorteil gegenüber den traditionellen Lehr- bzw. Lernmethoden. Varianten der neuen Methode gibt es zahlreiche. Von interaktiven Lernwebseiten über Podcasts bis zu ganzen Online-Modulen von Fernunis und Fernfachhochschulen, sind unzählige Formen von Lerninhalten verfügbar und dies rund um die Uhr. 

Inzwischen hat sich aber gezeigt, dass eLearning nicht alle Bedürfnisse der Lernenden optimal abdecken kann. Gewisse Vorteile, welche der Frontalunterricht bietet, sind durch eLearning nicht vollständig ersetzbar. Es wäre also sinnvoll, die alte Lehrmethode mit der neuen zu vereinen. Das Rezept lautet „Blended Learning“ - eine Mischung aus Präsenzunterricht und eLearning. 

Markus Friedl, Dozent für Thermodynamik und Institutsleiter des IET Institut für Energietechnik, hat sich für dieses Modell entschieden. In den Modulen Thermo- und Fluiddynamik I und II kombiniert er traditionellen Frontalunterricht, Übungen und Praktika mit Lernvideos. Diese Videos nützen die Studierenden vor allem beim Nachbearbeiten des Lernstoffs. Das positive Feedback führte dazu, dass seit letztem Herbst in Zusammenarbeit mit dem Institut SPF auch Videos für andere Module des Studienganges EEU produziert werden. 

Nicht nur für Studierende interessant 

Dabei sind die Videos nicht nur für Studierende gedacht. Mit Animationen und Experimenten wird der Stoff aus dem Studium auf anschauliche und allgemein verständliche Art vermittelt. Das macht die Videos auch für Zuschauer ausserhalb der Hochschule interessant.

Um komplexe Themen wie ein h-x-Diagramm oder die Kavitation zu erklären, müssen natürlich ein paar didaktische Grundregeln eingehalten werden (siehe Kasten). Überzeugen Sie sich selbst!

 

Die beiden Lernvideos zu den oben erwähnten Themen:

Weitere Videos zu Begriffen, Phänomenen und Experimenten aus der Energie- und Umwelttechnik finden Sie auf dem YouTube-Kanal des Instituts IET

Eigene Qualitätsansprüche: Stufengerechte Themen und einfache Verständlichkeit

Einerseits müssen die behandelten Themen mit dem in den klassischen Vorlesungen besprochenen Stoff übereinstimmen und somit der tertiären Ausbildungsstufe entsprechen. Andererseits stellt sich Markus Friedl und sein Team selbst die Aufgabe, die Themen auf möglichst einfache und allgemein verständliche Weise zu vermitteln. Die Veröffentlichung auf YouTube sollte es möglich machen, auch Zuschauer ausserhalb der Hochschule zu erreichen und Ihnen Wissen zu vermitteln. 

Schon vor der Produktion des ersten Lernvideos wurde deswegen ein Leitfaden definiert, um den Stil und die Qualität der Lernvideos beibehalten zu können. Erwähnenswerte Punkte dieses Leitfadens sind:

  • Der Schwerpunkt des Videos liegt auf zwei- oder dreidimensionalen Inhalten, welche mittels Animationsprogrammen erzeugt werden.
  • Die Videos wollen sich bezüglich Qualität klar von durchschnittlichen YouTube-Videos abheben.
  • Die Videos sind unterhaltend und lehrreich zugleich.
  • Die Erklärungen halten einer Überprüfung durch Experten stand.
  • Der Einsatz von Formeln wird auf das Nötigste reduziert und die Komplexität bewusst tief gehalten.
  • Ein Lernvideo dauert im Schnitt 6 Minuten und soll 10 Minuten nicht überschreiten.
  • Die Sprechstimme wird von einer professionellen Sprecherin mit deutscher Muttersprache in hoher Qualität vertont. Die Sprechgeschwindigkeit ist moderat, um den Zuschauer nicht mit einer zu hohen Informationsdichte zu überfordern.

Bisherige Erfahrungen

Die Lernvideos wurden von den Studierenden des Studienganges EEU sehr gut aufgenommen. Insbesondere vor Modulprüfungen werden unsere Lernvideos gerne dazu verwendet, gewisse Themen zu repetieren und zu festigen. 

YouTube hat sich als Plattform zur Verbreitung der Lernvideos bewährt. Sie ist für die Studierenden gut erreichbar, lässt sich in Skripten und Folien gut verlinken und streamt die Videos in der geeigneten Auflösung für unterschiedliche Endgeräte. Praktischerweise liefert YouTube auch allerhand präzise Statistiken zu Zugriffszahlen und Zuschauerbindung. Dadurch kann das Angebot fortlaufend verbessert werden.

Weitere Informationen

Link: IET-Kanal

Kontaktperson: Silvan Schmid

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